Was ist Irish Dance?

Irish Dance ist, wie der Name schon sagt, eine traditionelle irische Tanzform. Weltweite öffentliche Aufmerksamkeit erlangte der irische Tanz in den 90er Jahren vor allem durch Shows wie "Riverdance" oder "Lord of the Dance".

 

Was wird getanzt?

Man unterscheidet zwischen Solo- und Gruppentänzen, den sogenannten Ceilis oder Figures, die in Softshoes getanzt werden, diese tanzt man zu zweit, dritt, viert, die gößten Gruppen sind 16 Tänzer, aber auch schon 8 Tänzer können ansprechende Tänze zaubern. In der Kategorie Figures wurde die Steptanz!Werkstatt 2009 Vizemeister und holte 2010 den Deutschen Meistertitel.

 

Solotänze werden in Softshoes, irische Ballettschläppchen oder Ghillies, und Hardshoes, den
irischen Steptanzschuhe, getanzt.
Man unterscheidet zwischen verschiedene Rhythmen: Reel, Jig, Slip Jig, Single Jig und Hornpipe, die in verschiedenen Tempi getanzt werden.

 

Wo wird getanzt?

Auf Shows, Festen oder in Pubs , in der Tanzschule, auf Wettkämpfen, zuhause, wann immer der Tänzer Lust und Platz hat.

 

 

Wettkämpfe

Wer veranstaltet? Warum sind wir bei RTME?

Wettkämpfe in Irish Dance, wie sie auch heute noch veranstaltet werden, sind in Irland schon seit dem 18.Jahrhundert Tradition, mittlerweile finden diese Wettkämpfe (gälisch Feis [fäsch] genannt) aber überall auf der Welt statt. Angefangen von kleinen, schulinternen Feisanna [fäschna] über regionale und internationale Wettkämpfe.

Da die Steptanz! Werkstatt Mitglied bei RTME ist, starten unsere aktiven Mitglieder
ausschließlich bei Wettkämpfen, die RTME oder CLRG veranstaltet. Es gibt Grade-Feisanna,
bei denen sich die Tänzer bis zum höchsten Level qualifizieren können, um dann
im Open Level bei den Europameisterschaften
genannt Oireachtas  [Orachtes] und dort für die
Qualifikation zur Weltmeisterschaft anzutreten. Die Weltmeisterschaft für Irish Dance ausgerichtet von CLRG findet jedes Jahr statt, im nächsten Jahr 2014, zum 44sten Mal, in London.

 

Ablauf der Wettbewerbe

Die Tänzer werden von bis zu maximal 7 Wertungsrichtern genannt Adjudicators beurteilt. Es tanzen immer ein bis drei Tänzer gleichzeitig auf mehreren Bühnen gleichzeitig. Begleitet werden die Tänzer von Livemusikern, den sogenannten Feismusicians aus Irland.

 

Beim Irish Dance gibt es mehrere Level, die Grades: man fängt mit einfachen Schrittfolgen

im Beginner-Level an, danach folgt das Primary-Level, weiter geht es über Intermediate
ins Open-Level. In den "Open-Championships“, stellen die besten Tänzer ihr Können unter Beweis.

 

Die Solowettbewerbe von Beginner bis Intermediate Level sind 32 Takte lang. Bei Open Championships tanzen die Tänzer in Reel und Treble Jig 48 Takte, und Hornpipe und Slip Jig 40 Takte.

                                                                                                                                                                                                                       
Die aktiven Mitglieder von IDA nehmen regelmäßig und überaus erfolgreich an Wettkämpfen teil. Neben den sportlichen Erfolgen profitieren die Kinder und Jugendlichen von den Erfahrungen, die sie auf solchen Reisen machen können. Viele der Wettkampfreisen führen ins europäische Ausland nach Österreich, Italien, Tschechien oder Polen, was den Blick auf unsere europäischen Nachbarn öffnet.

 

Schuhe, Kleider und Co

Bei den Solotänzen wird in Softshoes und in Hardshoes getanzt. Diese Softshoes sind aus
weichem
Leder, ähnlich Ballettschuhen. Die Hardshoes haben spezielle Aufsätze am Ballen, die
sogenannten Tips (Keil an der Ballenunterseite, meist aus Fiberglas) und Heels (Absätze), die die Töne( Trebles und Klicks) hervorbringen. Anders als amerikanische Stepschuhe wird hier kein Metall verwendet. Die männlichen Tänzer tragen keine Softshoes, sondern Boys Reel Shoes, die einen Absatz haben, mit dem sie ebenfalls Klicks machen können.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Tanzkleider, die Dresses!

Während im Beginner- und Primary-Level meist in schlichter Kleidung, Rock und Bluse, oder im aufwendigeren Tanzschulkleid getanzt wird, funkelt und glitzert es im Intermediate und Open-Level. Diese Solokleider sind aus farbenfrohen Stoffen und mit Applikationen und Strasssteinen versehen.

Auffallen ist die Devise! So ein Kleid kostet meist ab 600 bis 1200€ (nach oben sind keine Grenzen gesetzt!), was die Familie mancher Tänzerin empfindlich belastet.

Dazu tragen die weiblichen Tänzerinnen meistens Lockenperücken, die kleineren sogenannten Bun-Wigs oder die größeren Full-Wigs. In Irland war es früher Brauch, sich nach dem Kirchgang zum Tanz zu treffen. Um im Sonntagsstaat adrett auszusehen, wurden den Mädchen Locken gedreht. Aus dieser Tradition heraus entstanden diese Lockenperücken (die sogenannten Wigs) die heute den Müttern viel Arbeit ersparen. Dazu werden auffällige Haarreifen oder Tiaras getragen. Natürlich muss das Ganze festsitzen, damit sich beim Tanzen nichts löst. So manche Mutter und Tänzerin atmet nach dem Wettkampf tief durch, wenn noch alles an seinem Platz ist!

 

Auch Make-up ist ein Thema. Alle Tänzer im Beginner und Primary-Level über 12 Jahre, sowie
im Intermediate- und Open-Level dürfen geschminkt sein. Da die Tänzer im Bühnenlicht stehen und auffällige Kleidung tragen, rundet ein gekonntes Make-up die äußere Erscheinung bestens ab.
Allerdings kommt es auch vor, dass manch einer zu tief in den Farbtopf greift! Sogar künstliche Bräune für Beine und Gesicht steht bei Championtänzern in Irland und Amerika hoch im Kurs.

Was gemacht wird entscheiden Eltern und Tänzer und die Tanzschulleiter.

 

 

Irish Dance-Wettkämpfe sind ein athletisches und glitzerndes Spektakel und es lohnt sich, einmal zuschauen!

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